Wir Teuten

Über uns

Die Burschenschaft Teutonia ist die älteste und nachwuchsstärkste Studentenverbindung in Kiel.

Aus allen Fachbereichen bilden wir eine Gemeinschaft von Akademikern und denen, die es noch werden wollen. Zweck unseres Zusammenschlusses ist es, das Studium zu fördern (und zu verschönern!) und einen Teil unserer Freizeit gemeinsam zu verbringen. Hierbei wollen wir die Elemente Spaß, Wissenschaftlichkeit und Engagement für die Gemeinschaft miteinander verbinden. Jeder einzelne kann und soll sich persönlich einbringen und gestaltet so das Aktivenleben selbst mit.
Als Kieler Teute aktiv zu sein heißt, das Leben intensiver und abwechslungsreicher zu leben. Wir geben und besuchen Bälle, Feste und Parties, genießen das Leben in vollen Zügen und fechten als schlagende Verbindung auch Mensuren.

In erster Linie sind wir eine Gemeinschaft: Wir verstehen uns als ein Lebensbund, d.h. einmal Mitglied geworden, bleibt man – den Willen zur dauerhaften Zugehörigkeit vorausgesetzt – für immer dabei. Das bedeutet Verpflichtung zum einen, aber auch Verlässlichkeit und im wahrsten Sinne des Wortes ewige Freundschaften. Um das in aller Ruhe zu entscheiden, bieten wir jedem genügend Zeit, sich unsere Verbindung selbst anzusehen.

Die Farben hellblau-weiß-gold sind das äußere Zeichen für unseren Zusammenhalt. Sie dienen insbesondere bei Veranstaltungen, bei denen viele Verbindungsstudenten zusammentreffen, zur Identifikation. Durch das Farbentragen bekunden wir aber auch die Zugehörigkeit zu unseren Grundsätzen. Band und hellblaue Mütze werden aber nicht immer, sondern nur “auf dem Haus” und zu besonderen Anlässen getragen.


Werte und Ziele

Wissenschaftlichkeit

Das wissenschaftliche Studium steht immer an erster Stelle! Es bildet die Grundlage einer akademischen Verbindung. Leistung im Studium ist ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses, weshalb wir ein konzentriertes und zügiges Studium fördern. Dazu gehört gerade auch der Kontakt  zu Studenten höherer Semester und zu ausgebildeten Akademikern in unserer Verbindung, die nach ihrem Studium das aktive Studentenleben mit ihrem Hintergrundwissen und manch denkwürdiger Anekdote zu bereichern wissen.

Persönlichkeitsentwicklung

Nicht nur das Fachstudium, sondern auch der gesellschaftliche Feinschliff spielt für uns eine wichtige Rolle. Junge Studenten tragen bei uns Verantwortung. Wesentliche Belange unseres Gemeinwesens werden von den jungen Mitgliedern geführt und getragen. Die Bildung von ausgeprägter sozialer Kompetenz und das Beherrschen eines zielorientierten Führungs- und Entscheidungsverhaltens bauen wir in unseren Mitgliedern gezielt und durch "Learning by doing"-Prozesse auf. Projekt- und Veranstaltungsmanagement gehören ebenso zum Portfolio des Erfahrungspotentials, welches erworben werden kann, wie der Umgang mit Budgets, die PR-Arbeit und der offizielle Schriftverkehr. Ein Kieler Teute kann sich auf jedem wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Parkett sicher bewegen.

Anteilnahme am politischen Geschehen

Wir fördern die Fähigkeit des Einzelnen, sich sein eigenes Urteil über politische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu bilden. Dies soll im Rahmen seiner Rechte und Pflichten als Staatsbürger geschehen. Als Verbindung lehnen wir eine einheitliche weltanschauliche, parteipolitische oder konfessionelle Ausrichtung ab. Stattdessen möchten wir vielmehr das politisches Bewusstsein unserer Mitglieder durch die Diskussion schärfen. Als Institution lehnen wir jede parteipolitische Festlegung ab und untersagen unseren Anwärtern und Mitgliedern jegliche extremistischen Bestrebungen. Dies entspricht dem in unserer Satzung verankerten liberalen und demokratischen Ursprung der burschenschaftlichen Bewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Wir stagnieren also nicht, sondern entwickeln uns weiter im Laufe der Geschichte.

 Lebensbund

Die Freundschaft verbindet uns Teuten ein Leben lang, denn die Mitgliedschaft erlischt nicht nach dem Studium, sondern gilt bis zum Lebensende (was nicht heißen soll, dass kein Austritt möglich ist). Die sogenannten Alten Herren unterstützen die Aktiven in ihrem Studium und geben damit zurück, was sie in ihrer Aktivenzeit durch die Burschenschaft erfahren konnten. Dieser umgekehrte Generationenvertrag sichert auch in Zukunft die Arbeit und das Wirken in unserer Verbindung.
Basierend auf einem Miteinander während des Studiums bildet Teutonia und unser Haus einen festen Anlaufpunkt im Leben unserer Mitglieder. Vielfältige Veranstaltungen bieten den Rahmen für ein Wiedersehen und die Vertiefung von Freundschaften. Ein Leben lang.

Fechten

Teutonia ist eine "schlagende" Verbindung. Das heißt, dass unsere Mitglieder mit Aktiven anderer Verbindungen fechten - was nach sinnvollen Regeln abläuft und im Vorfeld einer Mensur auch unter professioneller Anleitung ausgiebig trainiert wird.
Der Begriff Mensur (lat. mensura, das Maß) bezeichnet den Abstand der beiden Fechter, der Paukanten. Diente sie früher der Austragung von Ehrenhändeln unter der Studentenschaft, so liegt ihre Funktion heutzutage darin, eine Extremsituation für die Verbindung und damit für die Gemeinschaft durchzustehen und dadurch das Wir-Gefühl in unserer Burschenschaft zu festigen. Ehrenhändel werden von unserer Verbindung strikt abgelehnt.
Wir sehen die Mensur als ein Mittel zur charakterlichen Erziehung an. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man lernt, sich in ungewöhnlichen physisch und psychisch belastenden Situation zu beherrschen und die Ruhe zu bewahren. Die Erfahrungen, die während der Mensur gesammelt werden, helfen in allen weiteren belastenden Situationen im Leben von der mündlichen Examensprüfung bis zur Verhandlung über Gehaltserhöhung.


Mitgliedschaft

Mitglied werden

Aktiv werden kann grundsätzlich jeder eingeschriebene Student der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Fachhochschule Kiel. Dabei spielen politische oder religiöse Überzeugungen keine Rolle. Grundvoraussetzung ist es jedoch, dass man sich dem abendländischen Kulturkreis zugewandt fühlt. Es ist darüber hinaus weder erforderlich, die deutsche Staatsbürgerschaft inne, noch für den deutschen Staat Wehrdienst geleistet zu haben.

Unsere Gemeinschaft basiert auf einem ständigen Geben und Nehmen. Wir können Dir in Deiner persönlichen Entwicklung viel geben, erwarten aber auch Einiges von dir:

  • Ein engagiertes Studium
  • Einsatz für die Gemeinschaft in unserer Verbindung
  • Die Bereitschaft, viel Spaß zu haben

Mitglied sein

Die jüngsten Mitglieder unserer Burschenschaft werden als Füchse (Füxe) bezeichnet und genießen einen Status beiderseitiger Prüfung: für den neuen Bundesbrüder, also Dich, und für Deine Bundesbrüder, also alle übrigen Mitglieder der Teutonia. In dieser Zeit, die in der Regel zwei Semester dauert, haben alle Beteiligten die Chance, einander kennenzulernen.

Füxe lernen in der Fuxenstunde über die Hintergründe des Verbindungswesen, die übrigen Verbindungen in Kiel, das Süddeutsche Kartell, die politischen Rahmenbedingungen, die das Verbindungswesen in den verschiedenen Zeiten beeinflusst haben, und natürlich über die Burschenschaft Teutonia selbst. Eine Burschenprüfung rundet dies ab. Zu einem selbstgewählten, nicht das Studium betreffenden Thema muss darüber hinaus ein Fuxenvortrag auf dem Haus gehalten werden. Der dritte Teil ist das erfolgreiche Absolvieren einer Hochpartie, der ersten Mensur.

Mitglied bleiben

Die Reception oder Burschung nach Bestehen der drei Teilprüfungen zeigt an, dass alle Beteiligten sich eingehend geprüft haben. Der Bursch ist Mitglied der inneren Verbindung und durch das Lebensbundprinzip aus freien Stücken auf ewige Zeiten Mitglied der Teutonia. Nach Absolvieren einer zweiten Partie und Reisen in alle fünf Kartellorte des Süddeutschen Kartells kann der Bursch inaktiviert werden. Nach dem Bestehen seines Examens darf er in die Reihen der Philister der Burschenschaft Teutonia aufgenommen werden und bleibt dies ein Leben lang.