Werte und Ziele

Wissenschaftlichkeit

Das wissenschaftliche Studium steht immer an erster Stelle! Es bildet die Grundlage einer akademischen Verbindung. Leistung im Studium ist also ein wichtiger Bestandteil unseres Selbsverständnisses, daher fördern wir ein konzentriertes und zügiges Studium. Dazu gehört der Kontakt gerade auch zu Studenten höherer Semester und den ausgebildeten Akademikern in unserer Verbindung, die auch nach ihrem Studium durch ihre Besuche das aktive Studentenleben mit ihrem Hintergrundwissen und manch denkwürdiger Anekdote zu bereichern wissen.

Persönlichkeitsentwicklung

Nicht nur das Fachstudium, sondern auch der gesellschaftliche Feinschliff spielt für uns eine wichtige Rolle. Junge Studenten tragen bei uns Verantwortung. Wesentliche Belange unseres Gemeinwesens werden von den jungen Mitgliedern geführt und getragen. Die Bildung von ausgeprägter sozialer Kompetenz und das Beherrschen eines zielorientierten Führungs- und Entscheidungsverhaltens bauen wir in unseren Mitgliedern gezielt und durch “Learning by doing”-Prozesse auf. Projekt- und Veranstaltungsmanagement gehören ebenso zum Portfolio des Erfahrungspotentials, welches erworben werden kann, wie der Umgang mit Budgets, die PR-Arbeit und der offizielle Schriftverkehr. Ein Kieler Teute kann sich auf jedem wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Parkett sicher bewegen.

Anteilnahme am politischen Geschehen

Wir versuchen, die Fähigkeit des Einzelnen zu fördern, sich sein eigenes Urteil über politische und gesellschaftliche Zusammenhänge zu bilden. Dies soll im Rahmen seiner Rechte und Pflichten als Staatsbürger geschehen. Als Bund lehnen wir eine einheitliche weltanschauliche, parteipolitische oder konfessionelle Ausrichtung ab. Stattdessen  möchten vielmehr das politisches Bewusstsein unserer Mitglieder durch die Diskussion schärfen.
Dies entspricht dem in unserer Satzung verankerten liberalen und demokratischen Ursprung der burschenschaftlichen Bewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Wir stagnieren also nicht, sondern entwickeln uns weiter im Laufe der Geschichte.

Fechten

Teutonia ist eine “schlagende” Verbindung. Das heißt, dass unsere Verbindungsmitglieder mit Aktiven anderer Verbindungen fechten – was nach sinnvollen Regeln abläuft und im Vorfeld einer Mensur auch unter professioneller Anleitung ausgiebig trainiert wird. Der Begriff Mensur (lat. mensura, das Maß) bezeichnet den Abstand der beiden Fechter, der Paukanten. Diente sie früher der Austragung von Ehrenhändeln unter der Studentenschaft und sollte sie Wehrhaftigkeit schärfen, so liegt ihre Funktion heutzutage darin, eine Extremsituation für die Verbindung und damit für die Gemeinschaft durchzustehen und dadurch das Wir-Gefühl in unserer Burschenschaft zu festigen. Ehrenhändel werden von unserer Verbindung strikt abgelehnt. Wir sehen die Mensur als ein Mittel zur charakterlichen Erziehung an. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man lernt, sich in ungewöhnlichen physisch und psychisch belastenden Situation zu beherrschen und die Ruhe zu bewahren. Die Erfahrungen, die während der Mensur gesammelt werden, helfen in allen weiteren belastenden Situationen im Leben von der mündlichen Examensprüfung bis zur Verhandlung über Gehaltserhöhung.

Lebensbund

Teutonia ist ein Lebensbund. Unsere Freundschaft verbindet uns Teuten ein Leben lang, denn die Mitgliedschaft erlischt nicht nach dem Studium, sondern gilt bis zum Lebensende (was nicht heißen soll, dass kein Austritt möglich ist). Die sogenannten Alten Herren unterstützen die Aktiven in ihrem Studium und geben damit zurück, was sie in ihrer Aktivenzeit durch die Burschenschaft erfahren konnten. Dieser umgekehrte Generationenvertrag sichert auch in Zukunft die Arbeit und das Wirken in unserer Verbindung.
Basierend auf einem Miteinander während des Studiums bildet Teutonia und unser Haus einen festen Anlaufpunkt im Leben unserer Mitglieder. Vielfältige Veranstaltungen bieten den Rahmen für ein Wiedersehen und die Vertiefung von Freundschaften. Ein Leben lang.