1852-1854 In Kiel entsteht nach den verheerenden Niederlagen der Erhebung erst zögernd ein intercorporativer Pauk- und Leseverein (1852) und ein Kneipverein (WS 1854/55). Burschenschafter und Corpsstudenten sind hier durchmischt; am 13. November wird durch eine große Zahl der Mitglieder die Gründung einer Burschenschaft beschlossen.

14. November 1855 Die „Kieler Studentenverbindung Teutonia“ wird gestiftet. Eine Geheimsatzung spricht von „Burschenschaft“. Name und Farben stammen von den Jenenser Teutonen. Grundsätze sind Sittlichkeit, Wissenschaftlichkeit, Vaterlandsliebe und Lebensbund. Der 14. November galt fortan als Namenstag der Teutonia.1 Alte_Kneipe_bei_Wichmann

An ein eigenes Haus war noch nicht zu denken, man traf sich wie in der Vorzeit in Konstanten. In unserem Fall die Kneipe des Wirtes Wichmann in der Dänischen Straße.

SS 1856 Die B! Teutonia zählt 29 Aktive, also 20,6 % der gesamten 141 Kieler Studenten. Im folgenden WS sind es 34 Aktive, was einen Schnitt von 22,7% bei 150 Studenten macht. Kein Vergleich zur heutigen Massenuniversität.

18. Mai 1861 Von einigen der ältesten und honorigsten Burschenschaften Deutschlands wird das „Süddeutsches Kartell“  gegründet. Teutonia Kiel gehört ab 1863 dazu. Inzwischen ist dieses Kartell so eng zusammengewachsen, dass man heute von „einem Bund an sechs Hochschulen“ spricht.

1862 Teutonia schafft sich als erste Kieler Verbindung ein eigenes Segelboot an.

1864 Der zweite Deutsch-Dänische Krieg bricht aus. Nach dem Frieden von Wien wird Schleswig-Holstein von Preußen und Österreich gemeinsam verwaltet.

1866 Nach dem für Preußen siegreichen Krieg kommt die Stadt Kiel mit Holstein zu Preußen und erlebt samt der Universität ein starkes Wachstum. Dieses Anwachsen hängt mit der nun in Kiel stationierten Marine und dem florierenden Schiffbau zusammen.

1870/71 Deutsch-Französischer Krieg. Der Aktivenbetrieb ruht.2 Teutenhaus_Weitzstraße

1891 Teutonia baut das erste Kieler Korporationshaus in der Waitzstraße, das dort auch heute noch erhalten ist.

1914-18 Erster Weltkrieg. Der Aktivenbetrieb ruht.

1918 Matrosenaufstände in Kiel als Auftakt der Novemberrevolution

Düsternbrookerweg_100_SeiteJuli 1919 Teutonia zieht um in den Düsternbrooker Weg 100.

1933 Das Jahr lässt die Korporationen Böses ahnen. Wir verkleinern unsere Immobilie und ziehen um in den Niemannsweg 17.

19. Oktober 1935 Durch das Verbot von Korporationen durch die Nationalsozialisten sieht sich das „Süddeutsche Kartell“ zur Auflösung gezwungen. Man geht mit dem Freundschaftsversprechen auseinander. 26. Oktober 1935 Eine Woche später findet auch die Auflösung der Aktivitas von Teutonia Kiel statt. Während der Zeit des Verbots wird der Lebensbund im privaten Rahmen inoffiziell weitergepflegt.

1939-45 Zweiter Weltkrieg. Kiel und seine Universität werden stark zerstört.

1949 Wiederaufnahme des Aktivenbetriebes der Burschenschaft Teutonia

1953 Das derzeitige Teutenhaus in der Moltkestr. 31 wird erworben.

1973 Austritt aus der „Deutschen Burschenschaft“

„In Kiel daheim – im Kartell zu Hause.“ Seitdem findet unser Aktivenleben hier statt, doch fühlen wir uns im gesamten Süddeutschen Kartell zu Hause.