Wer?

Mitglieder von Studentenverbindungen sind äußerlich bei Veranstaltungen an ihren Verbindungsfarben zu erkennen. Meist ist dies ein von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragenes mehrfarbiges Band. Es wird auch als Couleur (frz. la couleur, die Farbe) bezeichnet. Dazu kommen teilweise farbige Kopfbedeckungen, Anhänger oder Schleifen oder für besondere Veranstaltungen auch ganze kolorierte Oberbekleidungen. In vielen Universitäten ist das Tragen von Band und Mütze nicht mehr Usus und wird nur selten zu einigen Veranstaltungen oder gar nicht mehr getan.

Was?

Studentenverbindungen sind auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil des universitären Lebens. So vertritt die Burschenschaft Teutonia den Anspruch, über das Studium hinaus durch Vorträge und Seminare das Wissenschaftlichkeitsprinzip zu fördern und einem gesellschaftlichen Anspruch durch Bälle, Tanzveranstaltungen, Kniggeseminare oder Kneipen und die Pflege von Traditionen, Bräuchen und der eigenen Historie gerecht zu werden. Viele Veranstaltungen werden an den Universitäten, in den Mensen, durch Aushänge, Flyer oder Plakate beworben und gehen so in den universitären Veranstaltungskanon ein.

Wo?

Verbindungen sind traditionell in den großen alten Universitätsstädten anzutreffen. Die prominentesten von ihnen sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Jena, Heidelberg, Göttingen, Marburg, Tübingen, aber auch Prag und Leipzig. Lange Traditionen von Studentenverbindungen gibt es auch außerhalb der deutschen Grenzen etwa in Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik, in Ungarn, Polen, im Baltikum oder in Belgien.

Für wen?

Verbindungen standen im 19. Jahrhundert allen Studenten offen und waren Anlaufstelle und Lebensmittelpunkt der in einer Universitätsstadt lebenden Studenten. Vor der Öffnung der Universitäten für Frauen waren Verbindungen somit ausschließlich Männern vorbehalten. Heutzutage gibt es neben den Männerbünden auch gemischtgeschlechtliche Verbindungen und reine Damenverbindungen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung ist zumeist ein Studium am Hochschulort oder in der näheren Umgebung, um am Aktivenleben im und um das Verbindungshaus teilnehmen zu können.